Viele sagen, ich sollte Brgermeister werden

Publish date: 2024-12-12

Rein­hold Yabo kämpft mit Arminia Bie­le­feld gegen den Abstieg. Für unsere Serie ​„Mal was anderes – Fuß­baller auf Abwegen“ (11FREUNDE #185; bei uns im Shop erhält­lich) spra­chen wir mit ihm vor einigen Wochen übers Bloggen und seine poli­ti­sche Ver­gan­gen­heit.

Rein­hold Yabo, Ihr Blog ​„Mal ganz was anderes“ heißt ja fast wie unsere Rubrik. Ist es denn ​„mal ganz was anderes“, wenn Fuß­baller bloggen? 

Ich denke schon. Ich kenne zumin­dest nie­manden, der das neben dem Fuß­ball mit einer eigenen Web-Prä­senz betreibt. Des­wegen glaube ich schon, dass das, was ich tue, ​„mal ganz was anderes“ ist. 

Wie sind Sie denn auf die Idee zum Blog gekommen? 

Ach, ich mach‘ das schon lange. Das rührt aus meiner Lei­den­schaft zum Schreiben. Ich hatte ein­fach mal Lust, meine Gedanken mit Leuten zu teilen. 

Planen Sie im Voraus, wann Sie Texte ver­öf­fent­li­chen? 

Nein. Ich habe von Beginn an gesagt, dass ich nicht regel­mäßig ver­öf­fent­liche, damit die Leute nicht zu viel erwarten. Das Blog ist immer noch ein Spaß­ding. Ich schreibe in den Inter­vallen, die für mich passen. Wenn es jetzt ein Thema gibt, bei dem ich das Gefühl habe, dar­über schreiben zu müssen, dann mache ich das ein­fach. Aber Dead­lines setze ich mir nicht, ich über­lasse das lieber der Spon­ta­nität. 

In Ihren Ein­trägen über Ihr Profi-Leben geben Sie den Fans sehr intime Ein­blicke in Ihren Alltag. Liegt darauf der Fokus? 

Ich finde es ein­fach inter­es­santer, wenn man bestimmte Ein­blicke den Fans in dieser Form nahe­bringen kann und nicht nur durch klas­si­sche Inter­views oder Pres­se­kon­fe­renzen. Da wird ja irgendwie immer das­selbe gesagt. Die Per­spek­tive eines Blog­ein­trags ist noch einmal ganz anders, viel per­sön­li­cher.

In Ihrer Kurz­ge­schichte „#come­back­stronger“ erzählen Sie von einem alten Mann, der einen jungen Sportler lehrt, nie auf­zu­geben. Wo ist da die Ver­bin­dung zu Ihrem eigenen Leben? 

Ich saß mit einem guten Freund draußen in einem Café und wir haben über die schwie­rige Zeit in Salz­burg gespro­chen. Wie mich meine Knie­ver­let­zung ein­fach von heute auf morgen zurück­warf. Das war ein sehr emo­tio­naler Moment. Und da kam mir die Idee für die Kurz­ge­schichte. Das steckt ganz viel von mir selber drin. Ich musste die Ver­let­zung ver­ar­beiten, die Geschichte war der Abschluss dieses Pro­zesses. 

Was wollen Sie Ihren Lesern mit dieser Geschichte mit­geben? 

Ich finde die mora­li­sche Kom­po­nente wichtig. Bei dieser Geschichte ist die Pointe eigent­lich simpel: Wir Sportler leben in einem sehr schnell­le­bigen Busi­ness, das einen immensen psy­chi­schen und kör­per­li­chen Druck erzeugt. Da ver­gisst man die ein­fa­chen Dinge des Lebens schnell. 

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